Die Irrationalität der Irrationalität: Das Paradox der Populärpsychologie

  • Relevanz: Es geht um eine grundsätzliche Verzerrung in der menschlichen Entscheidungsfindung. Wir sind kaum in der Lage alle Fakten sorgfälltig abzuwägen. Wir verlassen uns eher auf eine knackige Geschichte. (Das BILD-Syndrom)
  • Inhalt: Probanden werden mit allen Details einer strittigen Angelegenheit vertraut gemacht, in der sich zwei Auffassungen gegenüber stehen. Anschließend hören sie zusätzlich die Auffassung eines Vertreters einer Seite. Es zeigt sich, daß die Probanden dazu neigen, dieser zuletzt gehörten Auffassung zu folgen, obwohl sie zuvor alle Details präsentiert bekommen haben. Es scheint erwiesen zu sein, daß Menschen sich an gut erzählten Geschichten eher orientieren als an umfassenden Faktensammlungen. Selbst Präsentationen, daß wir uns derart verhalten, können dieses heuristische Verhalten nicht ohne weiteres kompensieren. Es ist natürlich für uns, komplexe Sachverhalte in leichter verdauliche Stücke zu zerlegen. Ein Teil der Lösung ist, sich mit der Auffassung der Gegenseite vertraut zu machen. Man sollte, auch wenn es unbequem ist, sich auf die Argumente der Gegenseite einlassen:

Hör gut zu; analysiere Argumente logisch; vermeide vorschnelle Konklusionen; verlasse dich nicht zu sehr auf Geschichten. Euripides hat es so formuliert: Hinterfrage alles, lerne etwas, beantworte nichts.

Why We Reason

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In 1996, Lyle Brenner, Derek Koehler and Amos Tversky conducted a study involving students from San Jose State University and Stanford University. The researchers were interested in how people jump to conclusions based on limited information. Previous work by Tversky, Daniel Kahneman and other psychologists found that people are “radically insensitive to both the quantity and quality of information that gives rise to impressions and intuitions,” so the researchers knew, of course, that we humans don’t do a particularly good job of weighing the pros and cons. But to what degree? Just how bad are we at assessing all the facts?

To find out, Brenner and his team exposed the students to legal scenarios. In one, a plaintiff named Mr. Thompson visits a drug store for a routine union visit. The store manager informs him that according to the union contract with the drug store…

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